Bautagebuch 2026 (Sommer)


„Sommerurlaub“ imJuli/August: Über vier Wochen treiben wir die Baustelle voran. Und zum ersten Mal wird es auch schon ein bisschen wohnlich. Schlaf- und Arbeitszimmer sind jetzt nahezu fertig – im Schlafzimmer bauen wir nun den großen Schrank komplett auf, im Arbeitszimmer bestücken wir die Trennwand zur Küche mit unserem dänischen Regalsystem aus den 1970er Jahren. Zwischen Eßbereich und Küche montieren wir die von Simon renovierte Schiebetür – auch dadurch verändert sich schon was!

Ein weiteres großes Thema sind die Türen im Erdgeschoss. Zu den Bädern und zu Arbeits- und Schlafzimmer müssen neue Rähmen montiert werden, die wir im örtlichen Baumarkt kaufen (einige sind nicht vorrätig und werden dann doch im Internet bestellt). Simon und Peter Carla fuchsen sich in den Auf- und Einbau ein.

Nur für das große Bad müssen wir ein neues Türblatt kaufen, sonst sollen die alten Türen weiter verwendet werden – wir werden sie aber noch renovieren. Die Maße passen allerdings nicht – offenbar sind die Standards nach TGL etwas breiter als nach DIN. Daher passen wir die Breite an: Bänder ab, Türen in der Breite etwas abgesägt und dann eine neue Falz gefräst. Die Montage geschieht dann mit Renovier-Bändern. Funktioniert!

Und dann eskaliert Peter Carla – so formuliert es Simon: In nur einer Woche kommt in Eß- und Wohnzimmer der Putz an die Wand – inklusive Vor- und Feinsieben, Mischen und glätten. Eine sportliche Herausforderung und eine wahre Lehmschlacht! Doch wir sind alle glücklich, als diese Arbeit erledigt ist.


Kurzer erster „Umzugstrip“ Mitte Juli: Mit einem geliehenen Transporter haben wir die großen Schranktüren vom Schlafzimmer nach Fambach transportiert – und einige andere Dinge. Somit kann das Schlafzimmer an absehbarer Zeit bezogen werden!


Im Juni waren wir erneut für vier Wochen auf der Baustelle – Zeit, das Schlafzimmer und das Arbeitszimmer schon recht weit voranzubringen. Zentrales Thema war dabei der Feinputz: Inzwischen haben wir uns ein Verfahren ausbaldowert, diesen aus dem vorhandenen Material selbst herzustellen. Einzig zugekaufter weiterer Rohstoff: Spielsand.

Erster Schritt: Fehlstellen und Ergänzungen – hier über dem Sturz – werden mit grobem Unterputz (vermengt mit Stroh) ergänzt.

Parallell zu den Trocknungszeiten wird dann der in mehreren großen Bigpacks vorhandene grobe Lehm in mehreren Stufen gesiebt. Dafür haben wir Trommelsiebe angeschafft, die sich an einem Betonmischer montieren lassen. Das erste Sieb entfernt grob Steine – mit getrommelte Steine zerkleinern größere Brocken. Das zweite Sieb ist mit feinem Maschendraht ausgekleidet und siebt das Stroh und kleinere Steine aus.

Zweiter Schritt: Den so gewonnenen feinen Lehm vermengen wir dann mit etwas Sand (Zugabe rund ein Drittel) und Wasser, sodass Feinputz entsteht, der mit unserem Putzwerfer an die Wand gebracht und dann glattgezogen werden kann. Nach dem Antrocknen wird die Oberfläche schließlich gefilzt (das zeigen wir noch einmal genauer). Ergebnis sind recht gut verputzte Wände – kleine Unebenheiten resultieren aus unserer Unerfahren heit. Später wird man sehen können, dass wir im Schlafzimmer begonnen haben 😉

Zweites großes Thema war der Einbau abgehängter Decken und deren Bearbeitung – um darüber die Schläuche der Lüftungsanlage und Elektroinstallationen zu verbergen.

Die Unterkonstruktionen erfolgten wie schon gezeigt – bei größeren Spannweiten mit zusätzlichen Abhängern aus Metall. Bei der Montage der Gipskartonplatten hilft uns der Plattenheber sehr – nur im engen Flur haben wir auf diese Hilfe verzichtet.

Die Falze zwischen den Platten haben wir dann in mehreren Arbeitsgängen mit Gips und Gaze geschlossen und schließlich geschliffen. Unsere Schleifgiraffe erzeugt dabei relativ wenig Staub – für den Rest ist es sinnvoll, für Luftaustausch zu sorgen. Das Ergebnis ist für uns gut genug, um die Decken danach direkt zu streichen.

Ältere Beiträge findet Ihr hier.

Holzprojekte

Hier finden sich alle Holzprojekte die halbwegs was geworden sind…


Teelichthalter für die Weihnachtszeit:

Ein bisschen Gemütlichkeit in die eigenen Vierwände bringen…


Holzklotz-Häuser

Diese Häuser sind aus einzelnen Holz-Steinen zusammengesetzt. Die Holz-Steine sind Hand-bemalt mit Fachwerk, was an die Fachwerkfassaden in Schmalkalden angelehnt ist.

Die Bauklözte haben ca. die Maße 6×3,5×3 cm und sind in ihrer Größe an die „Brio-Holzeisenbahn“ orientiert.

Außerdem sind in die Bauklözte meine Initialen und die Jahreszahl eingebrannt.